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Ein Logo zum Vergessen

Am 11. September 2019 wurde im Grazer Rathaus das Programm für den „Langen Tag der Demenz“ in der Murmetropole vorgestellt. 18 verschiedene Veranstaltungen werden von 19. bis 22. September von und mit Netzwerkpartnern durchgeführt und finden an unterschiedlichen Orten in Graz statt. Die Bandbreite reicht von einem Gottesdienst mit musikalischer Begleitung der Keplerspatzen über Vorträge, Informationsstände, Gräzeltreffen, Selbsterfahrungsmöglichkeiten bis hin zu einer Lesung.

Jeder kennt aus seinem Umfeld mittlerweile Menschen, die betroffen sind. Ziel ist es, aufzuklären, das Thema zu entstigmatisieren und konkrete Hilfsangebote für Betroffene und vor allem Angehörige bekannt machen.

„Wir wollen an diesen Tagen laut sein, über die Krankheit sprechen und zeigen, dass sie bereits viele Menschen betrifft und daher auch viele Menschen Verständnis haben“, so Mag. Claudia Knopper (Steirische Alzheimerhilfe). Aus verschiedenen Studien zeigt sich zum Beispiel, dass soziale Isolation den Verlauf der Demenzerkrankung negativ beeinflusst.

Solidarität zeigen nicht nur alle Netzwerkpartner, sondern auch prominente Persönlichkeiten wie die Schauspieler Aglaia Szyszkowitz und August Schmölzer, Bürgermeister Siegfried Nagl, Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer oder Bischof Wilhelm Krautwaschl: Sie werden am „Langen Tag der Demenz“ eigens angefertigte T-Shirts tragen, sich damit fotografieren und in die sozialen Medien stellen. Die T-Shirts wurden von SPAR Österreich und Proad zur Verfügung gestellt.

Das Logo für „Vergissdeinnicht – das Netzwerk Demenzhilfe“ hat der Kopfstand entwickelt. Aufgabe war es, einen Auftritt zu gestalten, der den Begriff „Demenz“ wenn nur erklärend einsetzt und gegen die Tabuisierung und Stigmatisierung in der breiten Bevölkerung entgegenwirkt.

„Vergissdeinnicht“ symbolisiert einerseits die Zusammenarbeit all jener, die an einem unterstützenden Gemeinwesen interessiert sind und sich gerade durch eine konkurrenzbefreite Zusammenarbeit erfolgversprechende Ergebnisse erwarten. Es soll Hoffnung geben und zeigen, dass eine Blume selbst mit fehlendem Blatt noch immer wertvoll ist. So wird einerseits der geliebte Mensch von seiner Familie nicht vergessen, aber auch die Familie darf sich in der Aufgabe der Betreuung nicht vergessen. Und gerade da die Krankheit oft mit dem „sich-selbst-vergessen“ gleichgesetzt wird, wir – die Gesellschaft – vergessen Deiner nicht und schaffen Raum und Platz für Menschen mit Demenz.

Alle Informationen über den „Langen Tag der Demenz“ und „Vergissdeinnicht – das Netzwerk Demenzhilfe“ sind auf Vergissdeinnicht.net

Fotos: Thomas Fischer